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Cu · Ordnungszahl 29 · Spurenelement

Kupfer zwischen Melanozyt und Nervenzelle

Ein Kofaktor, zwei Gewebe, zwei getrennte Registerzeilen.

Warum ein und dasselbe Metall in einem Farbstoffwerk und in der Enzymausstattung des Nervengewebes vorkommt — nachgezeichnet an den Reaktionen, denen es als Kofaktor dient.

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Ein Kofaktor, den zwei sehr verschiedene Zelltypen anfordern

Kupfer gehört zu den Spurenelementen, von denen der menschliche Körper nur wenig führt. Fachliteratur beziffert den Gesamtbestand eines Erwachsenen mit etwa 50 bis 120 Milligramm, aufgeteilt vor allem auf Leber, Nervengewebe, Skelett und Muskulatur. Diese Menge bleibt über Jahre bemerkenswert konstant, weil Aufnahme und Ausscheidung eng aneinander gekoppelt bleiben.

Fast alles, was sich diesem Bestand an Aufgaben zuordnen lässt, hängt an Enzymen. Kupfer sitzt in ihnen als Kofaktor: ein Ion, eingebaut im aktiven Zentrum, das dort einen Elektronenübergang trägt. Fehlt das Ion, bleibt die Reaktion aus — das Eiweißgerüst allein leistet sie nicht.

Zwei dieser Enzymwege führen in Gewebe, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben. Der eine endet in der Pigmentzelle an der Haarwurzel, der andere in Zellen des Nervengewebes. Genau für diese beiden Bereiche führt das europäische Register zugelassener gesundheitsbezogener Angaben je eine Formulierung zu Kupfer — jeweils eigenständig gefasst und einzeln zu verwenden.

Legrandithain gibt diese Formulierungen unverändert wieder und trennt sie sichtbar vom erläuternden Text. Alles, was zwischen den zitierten Zeilen steht, ist Beschreibung von Biochemie und Warenkunde und tritt nicht an die Stelle einer zugelassenen Angabe.


Die ausführliche Fassung

Vom Auszug zur vollständigen Ausarbeitung

Diese Seite bleibt ein Auszug. Die kostenpflichtige Ausarbeitung geht den Weg des Kupfers vom Melanosom der Pigmentzelle bis zur noradrenergen Endigung durch, legt Analysenspalten für neununddreißig Erzeugnisse bei, erläutert die Herkunft der Referenzmenge auf dem Etikett und druckt beide Registerzeilen mitsamt der Bedingungen ab, unter denen sie verwendet werden dürfen.

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Rechtslage nach dem Kauf

Bei einem Verbrauchervertrag läuft ab dem Kaufdatum eine Frist von vierzehn Tagen, in der sich die Bestellung ohne Angabe eines Grundes auflösen lässt. Eine kurze Zeile an die unten genannte Adresse genügt als Erklärung. Der gezahlte Betrag wird über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel zurückgebucht. Fristbeginn, Berechnung und Musterformular sind in der Widerrufsbelehrung im Einzelnen geregelt.


Zwei Gewebe, jedes mit eigener Fundstelle

Beide Karten gehören demselben Element. Sie stehen dennoch nebeneinander statt ineinander, weil das Register für jeden Bereich eine eigene Zeile führt; eine zusammengezogene Aussage wäre davon nicht gedeckt.

Tyrosinase im Melanosom

In der Haarmatrix sitzen Melanozyten — Zellen, die kleine Behälter namens Melanosomen mit Farbstoff befüllen und an die umliegenden Keratinozyten weiterreichen. Der Startschritt dieser Befüllung läuft über die Tyrosinase, ein Enzym, das ohne eingebautes Kupfer keine Umsetzung trägt.

Der Referenzwert der EU-Nährwertkennzeichnung für Kupfer beträgt 1 mg je Tag. Sesamsamen, Haselnüsse, Buchweizen und Kichererbsen zählen zu den pflanzlichen Erzeugnissen mit höheren Gehalten.

„Kupfer trägt zu einer normalen Pigmentierung der Haare bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Das kupferhaltige Enzym der noradrenergen Zelle

Im Nervengewebe arbeitet die Dopamin-β-Hydroxylase. Sie hängt an Dopamin eine Hydroxylgruppe an und macht daraus Noradrenalin; die dafür nötigen Elektronen wechseln über zwei Kupferstellen im Enzym. Auch die Cytochrom-c-Oxidase, das Endglied der Atmungskette, führt Kupfer in ihrer Reaktionstasche.

Diese Schilderung beschreibt einen Ablauf, sie ist selbst keine zugelassene Angabe. Rechtlich verwendbar ist allein die folgende Zeile, und sie bezieht sich auf das Organsystem als Ganzes.

„Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Die Reaktionswege im Einzelnen

Vom Tyrosin zum Eumelanin

Am Anfang steht eine gewöhnliche Aminosäure: Tyrosin, wie sie in jedem eiweißhaltigen Erzeugnis vorkommt. Die Tyrosinase setzt sie in zwei aufeinanderfolgenden Schritten um — zuerst zu DOPA, dann zu Dopachinon. Beide Schritte laufen an denselben Kupferstellen des Enzyms ab, weshalb die gesamte Kette an dieser einen Ausstattung hängt.

Aus Dopachinon entsteht über mehrere Zwischenstufen ein dunkles, braunschwarzes Polymer. Es lagert sich in den Melanosomen ab, die anschließend in die heranwachsenden Hornzellen des Haares wandern. Was am Ende sichtbar wird, ist also nicht das Metall selbst, sondern ein Produkt, an dessen Herstellung es beteiligt war.

Phäomelanin entsteht auf demselben Startweg

Trifft Dopachinon auf die schwefelhaltige Aminosäure Cystein, biegt der Weg ab. Statt des braunschwarzen Polymers entsteht ein rötlich-gelbes, das in der Fachsprache Phäomelanin heißt. Beide Endprodukte gehen damit aus derselben Startreaktion hervor; welcher Anteil überwiegt, ist im Erbgut angelegt und nicht über die Ernährung steuerbar.

Diese Verzweigung erklärt, warum die zugelassene Zeile von Pigmentierung spricht und nicht von einem Farbton. Sie beschreibt einen Beitrag zu einem Vorgang, der ohnehin abläuft, und trifft keine Aussage über dessen Ergebnis im Einzelfall.

Kupfer in der Umsetzung von Dopamin zu Noradrenalin

Die Dopamin-β-Hydroxylase liegt in Bläschen im Inneren bestimmter Nervenzellen. Sie ist eines der wenigen Enzyme des Menschen, die Kupfer paarweise führen: ein Ion nimmt Elektronen auf, das zweite gibt sie an den Sauerstoff weiter, der in die entstehende Hydroxylgruppe eingebaut wird. Ascorbat liefert dabei den Nachschub an Elektronen.

Ein zweiter kupferabhängiger Posten im Nervengewebe ist die Cytochrom-c-Oxidase. Sie schließt die Atmungskette der Mitochondrien ab — jener Zellorganellen, von denen Nervengewebe im Verhältnis zu seiner Masse besonders viele unterhält.

Was in diesem Abschnitt redaktioneller Text ist

Enzymnamen, Reaktionsschritte und Mengenangaben sind Schilderung. Sie stammen aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur und sind hier eingeordnet, damit die beiden zitierten Zeilen im Zusammenhang lesbar werden. Zugelassen sind ausschließlich die beiden Formulierungen in den Karten weiter oben, jede in ihrem Wortbestand und jede dem Kupfer zugeordnet.


Gesundheitshinweis

Was auf dieser Seite steht, ist allgemeine Information zu Nährstoffen und ihrer Einordnung im europäischen Lebensmittelrecht. Es tritt weder an die Stelle einer ärztlichen Untersuchung noch einer Diagnose noch einer persönlichen Beratung durch approbiertes Fachpersonal. Wer gesundheitliche Beschwerden hat oder ein Ergänzungsmittel erwägt, bespricht das mit einer ärztlichen oder pharmazeutischen Praxis. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Angegebene Verzehrmengen sind einzuhalten. Erzeugnisse dieser Art gehören außer Reichweite kleiner Kinder.

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